schnellste vpns von 2018

Der Hauptzweck eines VPNs besteht darin, Online-Sicherheit und Online-Privatsphäre zu gewährleisten. Gleichzeitig möchte aber auch niemand die Geschwindigkeit seiner Onlineaktivitäten beeinträchtigt sehen. Highspeed hat bei der Wahl eines VPN-Dienstes immer höchste Priorität, und viele Anbieter erheben den Anspruch auf den Titel des weltweit schnellsten VPNs.

Die Geschwindigkeit von VPNs ist jedoch einer der am schwierigsten quantifizierbaren Faktoren. Wir führen Geschwindigkeitstests immer so empirisch wie möglich durch, wenn wir einen VPN-Anbieter bewerten, aber Tatsache ist, dass das schnellste VPN für den Ort, an dem Sie leben, nicht unbedingt das schnellste VPN für meinen Wohnort ist. Das schnellste VPN zum Streamen von Videos ist möglicherweise nicht das schnellste für Online-Spiele. Und der schnellste VPN-Dienst am Mittag ist nicht unbedingt der schnellste um Mitternacht.

Nichtsdestotrotz sind einige VPNs durchaus schneller als andere. Im Folgenden sind unsere Top 5 der schnellsten VPNs, die wir im letzten Jahr getestet haben, in keiner besonderen Reihenfolge aufgelistet. Die Ergebnisse der durchgeführten Geschwindigkeitstests sind hierbei zwar ein wichtiges Entscheidungskriterium, aber es fließen auch nicht-messbare Parameter mit ein, die auf unseren persönlichen Erfahrungen beruhen. Dazu gehören u.a. wie gut HD-Videos übertragen und Online-Spiele ermöglicht werden.

1. ExpressVPN

ExpressVPN setzt einen hohen Standard für Download-Geschwindigkeit. Das Netzwerk ist immer im oberen Bereich der Rangliste zu finden, wenngleich nie an der Spitze. Das spricht für eine beständig hohe Geschwindigkeit von Express; Schwankungen, die die Testergebnisse beeinflussen, sind kaum zu verzeichnen.        Die Verbindung wird etwas öfter unterbrochen als wünschenswert wäre, aber das Unternehmen leistet dennoch hervorragende Arbeit, wenn man die Größe des Netzwerkes in Betracht zieht.

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2. NordVPN

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NordVPN schlägt ExpressVPN bezüglich Geschwindigkeit – allerdings mit Vorbehalten. Die meisten VPN-Apps wählen eine Region und danach automatisch den besten Server in dieser Region. NordVPN schafft das allerdings nicht so gut. Die Auto-Select-Funktion hat uns mehrere Male mit Servern verbunden, die völlig ungeeignet waren, was so schlechte Testergebnisse verursachte, dass wir sie als statistische Ausreißer ansehen und somit komplett verwerfen mussten. Glücklicherweise ist es möglich, einen spezifischen Server manuell mit der App zu wählen und die Auslastungskapazität aller Server zu sehen. Auf diese Weise hatten wir mehr Erfolg. Die Server sind für bestimmte Streaming-Kanäle, Torrent-Downloading oder Sicherheitsfunktionen optimiert.

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3. CyberGhost

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CyberGhosts beliebtes kostenloses Abonnement bietet möglicherweise keine besonders erstaunlichen Geschwindigkeiten, aber die kostenpflichtige Variante CyberGhost Pro kann mit den Besten mithalten. In unseren Geschwindigkeitstests erwies sich der Service als schnell und verlässlich. Eine „Extra Speed“ -Funktion kann vor dem Verbinden für einen zusätzlichen Geschwindigkeits-Boost eingeschaltet werden. Einrichtung und Verwendung sind anfängerfreundlich, und Live-Chat mit Kundensupport ist verfügbar, wenn Sie Hilfe benötigen. Eine Verschlüsselung, die militärischen Standards entspricht, gewährleistet, dass alle Ihre Daten sicher durch VPN-Server getunnelt werden. CyberGhost speichert zudem keine Protokolle von Benutzeraktivitäten und auch keine anderen identifizierenden Daten.

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4. IPVanish

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IPVanish ist einer der wenigen Anbieter, die ein eigenes Netzwerk von Servern besitzen und betreiben, anstatt Server von Dritten zu mieten. Dies garantiert Kunden stabile Verbindungen ohne Wartezeiten und eine verbesserte Privatsphäre. IPVanish-Apps enthalten eine Funktion zur automatischen Auswahl des schnellsten verfügbaren Servers in einem bestimmten Land oder einer Stadt. Sie können Upload- und Download-Geschwindigkeiten in Echtzeit sehen. Der Datenverkehr ist durch eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung geschützt. Eine Null-Protokollierungs-Richtlinie stellt sicher, dass keine Nutzungsdaten aufgezeichnet werden. Mit einem einzigen Abonnement können Nutzer bis zu fünf Geräte gleichzeitig verbinden. IPVanish ist bei Kodi-Nutzern auf Grund seiner hohen Geschwindigkeiten und seiner großartigen Datenschutzfunktionen besonders beliebt – und auch, weil es einfach auf den meisten Geräten installiert werden kann, die bei Kodi-Nutzern besonders beliebt sind (z. B. auf dem Amazon Fire Stick) .

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5. VyprVPN

VyprVPN

VyprVPN ist einer der wenigen Anbieter, die eine komplett eigene Server-Infrastruktur besitzen. Im Gegensatz dazu mieten andere Anbieter lediglich Hardware-Kapazitäten an. Das hat zur Folge, dass eine konstante, stabile Geschwindigkeit erreicht wird, die weniger durch anderen Netzwerkverkehr auf Servern in aller Welt beeinträchtigt wird. Von Torrenting raten wir allerdings ab, da das den Unternehmensrichtlinien von VyprVPN widerspricht; für Streaming und Spiele ist dieser Service jedoch durchaus geeignet.

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Wie wir die Geschwindigkeit von VPNs testen

Wir weisen unsere Leser darauf hin, dass Geschwindigkeitsstest grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen sind. Zu viele Faktoren spielen hier eine Rolle. So etwas wie “das schnellste VPN”  gibt es nicht, auch wenn viele Anbieter dies behaupten.

Um Download-Geschwindigkeiten zu messen, laden wir dieselbe komprimierte Datei  jeweils dreimal von drei verschiedenen Servern zu je drei verschiedenen Tageszeiten herunter. Insgesamt erhalten wir somit neun Testergebnisse. Wir laden die Datei außerdem ohne VPN herunter und nutzten diese Daten als Kontrollgruppe. Die Ergebnisse werden dann wie folgt grafisch dargestellt:

liquidvpn speed test

Die Tests werden mit 10Mbps- bis 30Mbps-Verbindungen durchgeführt. Unsere Tester befinden sich an verschiedenen Orten auf der Welt. Wir fassen die Ergebnisse von verschiedenen Orten jedoch nie in derselben Grafik zusammen. Schließlich ist das Internet in Buenos Aires fast immer langsamer als zum Beispiel das in Berlin, sodass ein Vergleich nicht angemessen wäre. Wir fassen allerdings Tests in unseren Auswertungen zusammmen, die zeitlich (Tage oder Wochen) auseinanderliegen, solange sie vom selben Ort stammen.

Update: Wir haben Feedback erhalten, dass 10Mbps-Verbindungen zu langsam seien, um für gute Testergebnisse geeignet zu sein. Wir sind allerdings der Meinung, dass 10Mbps durchaus einer weltweit durchschnittlichen Internetverbindungsgeschwindigkeit in einem Haushalt entsprechen und wir führen diese Tests letztlich für den durchschnittlichen Nutzer durch. Obwohl unsere Testergebnisse möglicherweise keine allzu guten Geschwindigkeitsindikatoren für 50Mbps- oder 100Mbps-Verbindungen darstellen, so sind sie variiert genug, um trotzdem ein statistisch aussagekräftiger Indikator für die allgemeine Performance zu sein. Darüber hinaus bieten alle hier gelisteten VPN-Anbieter unbegrenzte Datenübertragungsraten an, sodass es durchaus möglich ist, dass Sie Ihre verfügbare Datenübertragungsrate voll ausschöpfen können, solange sich ein nicht-überlasteter Server in Ihrer Nähe befindet. Außerdem nützt eine schnelle VPN-Geschwindigkeit wenig, wenn sie instabil ist, keine ausreichende Datensicherheit bietet, den Inhalt, auf den Sie zugreifen wollen, blockiert oder keinen ausreichenden Zugang zu einer Reihe von guten Servern bietet. Wir haben daher zum Beispiel auch einen Anbieter wie TotalVPN von unserer Liste ausgeschlossen, der zwar eine hohe Geschwindigkeit aber einen absolut unzureichenden Kundenservice bietet.

Wir erfassen keine Latenzzeiten, da diese eher ortsabhängige Indikatoren sind und wenig über VPN-Geschwindigkeiten aussagen. Außerdem messen wir auch keine Upload-Geschwindigkeiten.

Warum wir Speedtest.net nicht nutzen

Viele andere VPN-Tester verlassen sich immer noch auf Speedtest.net für die Messung von Download- und Upload-Geschwindigkeiten, obwohl Speedtest.net dafür nicht geeignet ist. LZO-Kompression, die Teil des OpenVPN-Protokolls ist, findet dort keinerlei Berücksichtigung und OpenVPN ist das einzige Protokoll, das wir testen.

Diese fehlende Berücksichtigung bei Speedtest.net führt zuweilen zu unerklärlichen Ergebnissen. Wir haben dort zum Beispiel Testergebnisse mit Download-Geschwindigkeiten erhalten, die schneller waren, als sie unser ISP überhaupt ermöglicht.

Daher ist es besser, eine weniger anspruchsvolle, dafür aber verlässlichere Testmethode zu verwenden, wie wir sie oben bereits beschrieben haben.

Stabilität ist wichtiger als Geschwindigkeit

Unserer Meinung nach sollte das wichtigste Auswahlkriterium für ein VPN nicht Geschwindigkeit sondern Verlässlichkeit sein. Sehr häufig ist es nicht die geringere Downloadrate an sich, die zu schlechteren Testergebnissen führt, sondern Volatilität.

Jedes VPN hat gelegentlich eine schlechten Tag oder ein paar schlechte Stunden, die einem oder mehreren langsamen Servern geschuldet sind. Einige VPNs haben mehr Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen oder Ausfällen als andere. Derartige Server sollten gemieden werden. Da die Dauer unserer Tests selten mehr als zwei Wochen überschreitet, können wir nicht ohne Weiteres vorhersagen, welche VPNs auf lange Sicht mehr Probleme aufweisen als andere.

Nichtsdestotrotz geben die Kastengrafiken unserer Untersuchungen Hinweise darauf, wie instabil ein VPN ist. Ein größerer blauer Kasten bedeutet größere Volatilität, selbst wenn Mittelwert und Median der Downloadzeiten niedrig sind. Eine hohe Volatilität wird jedoch wahrscheinlich mehr Frustration auslösen als eine etwas langsamere Verbindung.

vpn speed test nordvpn

Wenn Sie nicht gerade eine schnelle (100+Mbps) Verbindung nutzen, ist die Chance, die verfügbare Übertragungsrate voll auszuschöpfen, eher gering. Fast alle VPN-Anbieter werben heutzutage allerdings mit unbegrenzten Datenübertragungsraten.

Geschwindigkeit sollte nicht das einzige Kriterium sein, wenn es darum geht, ein VPN zu wählen. Ihre Entscheidung sollten Sie auch davon abhängig machen, wofür Sie das VPN nutzen wollen. Einige VPNs sind besser für Torrenting geeignet, andere für das Entsperren von Netflix und wieder andere besser für Spiele. Diese VPNs sind nicht immer die schnellsten, und das müssen sie auch nicht sein. Sie sollten nur schnell genug für den Verwendungszweck sein.

Wie sucht man am besten nach dem schnellsten Server

Sie können den schnellsten VPN-Server von jedem Anbieter aufgrund folgender Kriterien finden:

  • Nähe: Die Wahl eines Servers, der sich näher an Ihrem Standort befindet, liefert Ihnen eine schnellere Verbindung. Wenn Sie sich zum Beispiel in Asien befinden und Zugang zum amerikanischen Kontinent suchen, sollten Sie einen Server an der Westküste der USA wählen. Sollten Sie sich jedoch in Europa befinden, dann wäre ein Ostküsten-Server besser geeignet. Wenn Sie den Ort des Servers kennen, auf dessen Daten Sie zugreifen wollen, dann wäre ein VPN-Server in dieser Gegend eine gute Wahl.
  • Latenzzeiten: Die Nähe des Servers und Latenzzeiten sind eng miteinander verknüpft, aber sie werden auch durch Datenverkehrsmengen zwischen Ihnen und dem VPN-Server bestimmt. Latenz, auch Pingzeit genannt, ist ein Maß für die erforderliche Zeit, um Anfragen an einen Server zu senden und von ihm zu empfangen. Bei vielen VPN-Apps können Sie sehen, welcher Server die kürzeste Latenzzeit (gewöhnlich in Millisekunden) anbietet. Wenn das nicht der Fall ist, können Sie sich mit einem Server verbinden und ein Terminal oder eine Eingabeaufforderung nutzen, um eine Webseite zu pingen und die Zeit herauszufinden.
  • Server-Auslastung: Einige wenige VPNs (z.B. IPVanish und NordVPN) ermöglichen es Ihnen, die aktuelle Auslastung des Servers als prozentualen Anteil der Gesamtkapazität zu sehen. Eine größere Server-Auslastung bedeutet mehr Datenverkehr und damit eine langsamere Verbindung.
  • VPN-Protokoll: Wir empfehlen Nutzern grundsätzlich OpenVPN, wenn es verfügbar ist, da es das sicherste Open-Source-Protokoll ist. Sie können aber auch ein schnelleres Protokoll wählen. IKEv2 ist zum Beispiel sicher und funktioniert besonders bei mobilen Datenverbindungen gut. Es könnte sein, dass Sie abhängig von der Hardware Ihres Gerätes Unterschiede zwischen L2TP/IPSec oder SSTP bemerken. PPTP wird generell als das schnellste angesehen, hat aber einige Sicherheitsmängel, die es ungeeignet für Nutzer macht, die großen Wert auf Datenschutz legen.

Die Wahl des schnellsten Servers für Spiele

Wenn Sie gern online spielen und ein VPN nutzen möchten, um auf Server anderer Regionen zuzugreifen (oder weil Ihre IP gesperrt wurde), dann ist Latenzzeit das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines VPNs. Die Ping-Zeit zwischen den Spiele-Servern und Ihrem Computer oder Ihrer Konsole bestimmt maßgeblich, wie viele Verzögerungen entstehen. Wenn Sie mit anderen Spielern mithalten wollen, sollten Sie herauszufinden, wo der regionale Server des Spieleanbieters ist und dann den nächsten VPN-Server wählen.

Die Download-Rate ist ebenfalls entscheidend, obwohl Spielen eine geringere Datenübertragungsrate benötigt als Sie vielleicht annehmen. Priorität sollte bei Ihrer Entscheidung jedoch die Latenzzeit haben.

Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeiten

Laut des Berichts „State of the Internet“ von Akamai aus dem Jahr 2017 beträgt die weltweite Höchstverbindungsgeschwindigkeit durchschnittlich 44,6 Mbps, aber die globale Durchschnittsgeschwindigkeit von Internetverbindungen – nicht die Höchstgeschwindigkeit – beträgt lediglich 7,2 Mbps. Das ist nur ein Sechstel des Höchstdurchschnitts. – Was bedeutet das für VPNs?

Da wir alle das Internet teilen, können wir nicht alle die von unserem Internetdienstanbieter angegebene Höchstgeschwindigkeit zu jeder Sekunde und an jeden Tag erhalten. Netzwerküberlastungen spielen eine große Rolle, wenn es um Download-Geschwindigkeiten geht, sowohl innerhalb als auch außerhalb eines VPNs. Es ist jedoch doppelt so wahrscheinlich, dass Überlastungen von VPN-Verbindungen Download-Geschwindigkeiten beeinflussen.

Wenn Sie eine Datei von einem Server ohne VPN herunterladen, besteht die Gefahr einer Netzwerküberlastung innerhalb Ihres lokalen Internetdienstanbieter-Netzwerkes oder des Download-Servers. Wenn Sie einen VPN-Dienst verwenden, fügen Sie der Datenroute einen dritten potenziellen Engpass hinzu. Ein VPN erhöht also die Wahrscheinlichkeit einer beeinträchtigten Geschwindigkeit durch Überlastung zusätzlich.

Daher sollten Sie diesen Faktor bei der Wahl eines VPN-Servers berücksichtigen. VPNs unterliegen den gleichen Problemen bezüglich Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeiten wie alle anderen Übertragungsstationen von Daten. Wählen Sie nach Möglichkeit einen VPN-Server in einer Zeitzone außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Einige VPN-Apps verfügen über integrierte Geschwindigkeitstests oder zeigen aktuelle Serverlasten in Echtzeit an, wodurch Sie einschätzen können, ob Sie Ihre maximale Download-Geschwindigkeit so weit wie möglich erreichen werden.

Sicherheit und Geschwindigkeit

Das Hinzufügen von Sicherheit zu einer VPN-Verbindung führt unweigerlich zu einem Geschwindigkeitsverlust. Wenn ein VPN beispielsweise einen stärkeren Verschlüsselungsalgorithmus verwendet, dauert es länger, Daten zu verschlüsseln, und länger sie zu entschlüsseln, sobald sie ihr Ziel erreichen. Ähnlich sind sicherere VPN-Protokolle langsamer als weniger sichere. PPTP, das älteste Protokoll, ist nach wie vor bedeutend schneller als OpenVPN oder L2TP/IPSec. Aber es hat eben auch bekannte Sicherheitslücken.

Sie brauchen nicht unbedingt jederzeit die höchste verfügbare Sicherheit, wenn Sie ein VPN verwenden, aber es gibt eine Grenze, die nicht überschritten werden sollte, nur um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Wir raten daher von der Verwendung von PPTP ab und empfehlen unseren Lesern, sich für ein Protokoll zu entscheiden, das eine SSL- (OpenVPN) oder IPSec-Verschlüsselung (L2TP, IKEv2) verwendet.

Die meisten VPN-Dienste bieten diesbezüglich ohnehin keine Optionen; Sie sollten die Verschlüsselung jedoch auf keinen Fall vollständig deaktivieren. Eine 128-Bit-AES- Verschlüsselung liefert die Mindeststärke, die erforderlich ist, damit ein VPN seine Aufgabe erfüllen und Ihre Daten schützen kann. Sie ist de facto nicht zu durchdringen und ist etwas schneller als eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung, die ebenfalls häufig Verwendung findet. Einige VPNs verwenden Blowfish-Verschlüsselungen, die tendenziell langsamer sind als AES-Lösungen. Wir empfehlen mindestens eine 448-Bit-Blowfish-Verschlüsselung zu nutzen, wenn Sie sich für diese Lösung entscheiden.

Wieviel Geschwindigkeit Sie durch die Optimierung von Verschlüsselungen und VPN-Protokollen erhalten, hängt von Ihrer Hardware ab. Leistungsfähigere Geräte können Daten schneller verschlüsseln und entschlüsseln.

Vergleich zwischen UDP und TCP

Wenn Sie das OpenVPN-Protokoll nutzen, erlauben Ihnen viele VPN-Applikationen zwischen TCP und UDP zu wählen. TCP ist das Protokoll, das Sie normalerweise nutzen, um im Web zu browsen oder Dateien herunterzuladen. UDP findet dagegen mehr Anwendung bei Streaming-Applikationen wie z.B. Videos, Musik und Spielen. Der Unterschied besteht darin, wie Computer und Server Netzwerkpakete (Dateneinheiten für den Informationsaustausch im Internet) versenden.

Eine häufige Fehlannahme ist, dass UDP immer schneller ist als TCP. Obwohl das oft der Fall ist, sollte es eher als eine Faustregel denn als Grundsatz angesehen werden.

TCP sorgt für Fehlersicherung und garantierte Lieferung, um sicherzustellen, dass jedes Datenpaket dem Original entspricht und in der richtigen Reihenfolge gesendet wird. Wenn ein Fehler auftritt, wird der Internet-Datenfluss gestoppt, bis die vorhergehenden Pakete erfolgreich zugestellt sind. Das ist von besonderer Bedeutung, wenn Sie Dateien herunterladen oder eine Webseite aufrufen.

UDP bietet diese Schutzmaßnahmen nicht. Es treten häufiger Kollisionen, Fehler, verlorengegangene oder in falscher Reihenfolge gelieferte Pakete auf. Der Schwerpunkt liegt hier mehr bei Geschwindigkeit als bei Perfektionismus. Es wird eher der Verlust eines Paketes in Kauf genommen, als die Lieferung aller nachfolgenden Pakete zu verzögern.

Wenn Sie also Ihr VPN vorwiegend für Online-Spiele, Video-Streaming oder das Hören von Musik nutzen, sollten Sie auf UDP umsteigen. Ansonsten sollten Sie bei TCP bleiben.

VPN-Alternativen

VPNs sichern Ihren Datenverkehr und leiten ihn durch einen Zwischen-Server, sodass die Daten nachverfolgt werden können. Wenn Datenschutz jedoch keines Ihrer Hauptanliegen ist, dann gibt es für Sie alternative Proxy-Methoden, die mehr Geschwindigkeit bieten. Ein SOCKS-Proxy macht zum Beispiel in etwa dasselbe wie ein VPN nur ohne Verschlüsselung. Ohne diesen Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsdatenverkehr ist der SOCKS-Proxy schneller und maskiert dennoch die IP-Adresse.

Lesen Sie mehr dazu: SOCKS5-Proxy und VPN – Was ist der Unterschied? Welchen von beiden sollten Sie nutzen?

Eine weitere Alternative sind smarte DNS-Proxys. Sie leiten lediglich Ihre DNS (und nicht Ihren gesamten Datenverkehr) um und erwecken damit den Eindruck, dass Sie sich an einem anderen Ort befinden. Das bedeutet, dass Sie alle Vorteile einer direkten Internetverbindung haben, aber nicht den Datenschutz und die Datensicherheit eines VPN.

Wir raten davon ab, sogenannte kostenlose VPNs zu verwenden. Kostenlose VPN-Dienste sind in der Regel deutlich langsamer als Premium-Varianten. Die Server dieser kostenlosen Dienste sind häufig überlastet und ihre Apps setzen oftmals Bandbreitenbeschränkungen oder Datenobergrenzen. Ihre Serverauswahl ist ebenfalls eingeschränkt. Außerdem verwenden kostenlose VPNs häufig zwielichtige Praktiken, um Geld zu verdienen. Sie sammeln beispielsweise Browserdaten von Nutzern, um sie an Dritte zu verkaufen, und injizieren Werbeanzeigen in Browser. Einige können Ihr Gerät sogar mit Malware infizieren.

Vermeiden Sie “Geschwindigkeits-Booster”

Einige Android-Apps, iOS-Apps und Desktop-Browser-Erweiterungen behaupten, die Geschwindigkeit Ihrer VPN-Verbindung verbessern zu können. Das sind fast immer Scams.

Es gibt schlicht und ergreifend keinen Weg, mit derartigen Apps die Geschwindigkeit Ihrer VPN-Verbindung jenseits dessen, was wir hier beschrieben haben, zu verbessern – und schon gar nicht kostenlos. Es ist eher wahrscheinlich, dass diese Apps auf Ihre Daten zugreifen wollen oder Werbeanzeigen dienen.

Die beste Möglichkeit, eine tatsächliche Gechwindigkeitsverbesserung zu erreichen, ist ein Abonnement bei einem optimierten Spiele-Netzwerk, das dafür sorgt, dass Ihr Internetverkehr der kürzesten und am wenigsten genutzten Route folgt, um damit Ihre Ping-Zeit zu verbessern. Das sind allerdings kostenpflichtige Abonnement-Services und keine kostenlose Apps, deren Effektivität ohnehin fraglich ist.

Opening lap of 2012 WTCC Race of Japan” von Morio lizensiert unter CC BY-SA 3.0