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Um das beste VPN für Torrenting-Zwecke zu finden, sollten wir uns zunächst über die Auswahlkriterien im Klaren sein.  Nutzer von Torrent- und P2P-Dateien legen in der Regel vor allem auf Datenschutz, unbegrenzte Datenmengen und schnelle Download-Geschwindigkeiten Wert. Dementsprechend werden wir folgende Faktoren näher betrachten:

  •         Sicherheit
  •         Protokollierungsrichtlinien
  •         Datenmengen-Limits
  •         Geschwindigkeits-Testergebnisse

Verschlüsselung trägt dafür Sorge, dass Dritte keine Informationen über die Aktivitäten von VPN-Nutzern erlangen können. Ideal ist eine sichere Verschlüsselung gepaart mit einem sicheren Protokoll. Deshalb richten wir unser Augenmerk vornehmlich auf OpenVPN, das einen AES-256-Bit-Algorithmus verwendet. Verschlüsselung hält Ihnen insbesondere Internetservice-Anbieter vom Leibe. Zusätzlichen Schutz bieten ein VPN-Kill-Switch und DNS-Sicherheitsfunktionen.

Das VPN sollte kein Log führen. Mit anderen Worten: Es sollte keine Informationen über Nutzeraktivitäten aufzeichnen und speichern. Das schlieẞt Performance-Statistiken und Nutzungsdaten ein, die zur Verbesserung von Leistung und Eigenschaften der genutzten und heruntergeladenen Produkte dienen. Im Idealfall sammelt der Anbieter keine derartigen Informationen und kann somit auch nicht gehackt oder dazu verleitet werden, Kundeninformationen weiterzugeben.

Einige VPNs haben Datenmengen- oder Datenübertragungsraten-Limits, die Downloads drosseln oder begrenzen. An diesen VPNs sind wir weniger interessiert, da Torrents in der Regel groẞe Datenmengen beinhalten.

Wenn keine Datenmengenbegrenzung besteht, ist es möglich, die tatsächliche Download-Geschwindigkeit zu messen. Bei Comparitech überprüfen wir das für das jeweilige VPN, indem wir dieselbe Datei dreimal täglich von drei verschiedenen Server-Orten herunterladen. Zwar haben wir nicht jedes der existierenden VPNs getestet, aber einige der Schnellsten sind in unserer Studie enthalten.

Auẞerdem bevorzugen wir VPNs mit gemeinsam genutzten IP-Adressen für Torrenting, was bedeutet, dass Sie eine IP-Adresse mit Dutzenden oder sogar Hunderten Nutzern teilen. Gemeinsam genutzte IP-Adressen erhöhen Anonymität und Datenschutz, da sie es schwieriger machen, Aktivitäten zu Ihnen zurückzuverfolgen.

Hier sind nun also unsere Top-VPNs:

1. ExpressVPN

ExpressVPN-German

ExpressVPN bietet eine schnelle Download-Geschwindigkeit mit 256-Bit-AES-Verschlüsselung und ist in 78 Ländern erhältlich. Es hat eines der besten App-Designs für eine groẞe Reihe von Beriebssystemen wie z.B. Windows, Mac OSX, Android, iOS, einige WiFi-Router und Linux (CLI). Es stellt eine groẞartige Plug-and-Play-Option für jeden dar, der sich nicht mit verschiedenen Konfigurationen beschäftigen will und lediglich etwas sucht, das Sicherheit und Anonymität beim Torrenting bietet. ExpressVPN speichert keine Nutzungsprotokolle und hat seinen Sitz auf den Britischen Jungferninseln, die kein Gesetz zur Datenspeicherung haben. Ein Kill-Switch, der verhindert, dass Ihr Datenverkehr in unverschlüsselte Netzwerke gelangt, wenn die Verbindung abfällt oder unterbrochen wird, ist enthalten. OpenVPN ist das Standard-VPN-Protokoll, aber L2TP und SSTP sind ebenfalls verlässliche Alternativen. P2P wird von allen Servern unterstützt.

Lesen Sie die vollständige Bewertung für ExpressVPN hier. Update vom 16. März 2017: Sie können ExpressVPN unverbindlich mit einer 30-tägigen Geld-zurück-Garantie testen. Dieses Probeabonnement bietet zusätzlich die Möglichkeit eines 12-Monats-Abonnements mit 3 kostenlosen Monaten, was den monatlichen Preis erheblich reduziert.

2. IPVanish

IPVanish discounted plans

Wenn man die Anzahl der zur Auswahl stehenden Server in Betracht zieht, dann ist IPVanish kaum zu schlagen. IPVanish ist eines der weltweit beliebtesten VPNs, das sehr viel Wert auf Datenschutz legt und bei dessen Entwicklung Torrenting besondere Berücksichtigung gefunden hat. Es erstellt keine Nutzungsprotokolle – nicht einmal Verbindungs-Datenlogs in Zusammenhang mit Fehlerbehebungen wie es z.B. bei ExpressVPN der Fall ist. L2TP- und OpenVPN-Protokolle verwenden 256-Bit-Verschlüsselungen. IPVanish nutzt gemeinsame IP-Adressen und erlaubt Nutzern überdies, IP-Adressen automatisch periodisch, z.B. im 60-Minuten-Takt, zu wechseln. IPVanish bietet eine gute Geschwindigkeit und eine unbegrenzte Datenübertragungsrate. Es kategorisiert bestimmte Länder (z.B. die Niederlande) als besonders P2P-freundlich. Wir werden darauf weiter unten in diesem Artikel näher eingehen.

Lesen Sie hier die vollständige Bewertung zu IPVanish oder erhalten Sie hier einen 60%-Jahresabonnement-Rabatt.

3. NordVPN

NordVPN Germany

NordVPN hat seinen Sitz in Panama und speichert weder Verbindungs- noch Datenverkehrs-Protokolle. 256-Bit-AES-Verschlüsselung ist Standard für OpenVPN und Double-Hop-Verschlüsselung und Tor für VPN-Funktionen sind optional enthalten. Die Geschwindigkeit ist sehr gut, jedoch zuweilen etwas unzuverlässig. DNS-Datensicherheit und Kill-Switch sind in den Einstellungen verfügbar. NordVPN nutzt gemeinsame IP-Adressen, bietet eine unbegrenzte Datenübertragungsrate und erlaubt ausdrücklich Torrenting. Ein Proxy, verschlüsselter Chat und sich selbst zerstörende Verschlüsselungsvermerke sind Extra-Funktionen, die in jedem Abonnement enhalten sind.

Lesen Sie hier die vollständige Bewertung zu NordVPN. Update vom 09. Dezember 2016: NordVPN bietet ein Jahresend-Angebot mit einem Rabatt von 66% innerhalb eines 2-Jahres-Abonnements (der Rabattcode wird automatisch mittels dieses Links am Checkout eingegeben). Durch dieses Angebot zahlen Sie nur 3,99 $ pro Monat.

4. Private Internet Access

pia vpn settings
Private Internet Access ist im Hinblick auf das Design das genaue Gegenteil von ExpressVPN und IPVanish. Es bietet aber dennoch eine gute Sicherheit und eine akzeptable, wenn auch etwas geringere Geschwindigkeit. Private Internet Access ist nicht sonderlich benutzerfreundlich, aber es enthält eine groẞe Zahl von Konfigurationen und Einstellungen, inklusive 256-Bit-Verschlüsselung und weiteren Sicherheitseinstellungen. Es verfügt zudem über einen VPN-Kill-Switch, wodurch jeglicher Internetdatenverkehr gestoppt wird, sobald die Verbindung zum VPN unterbrochen ist. Dadurch wird gesichert, dass Ihre IP-Adresse und andere Identifikationsinformationen nicht offengelegt werden. Private Internet Access führt keine Protokolle und hat keine Begrenzung der Datenübertragungsrate.

Lesen Sie hier die vollständige Bewertung für Private Internet Access oder besuchen Sie die Private Internet Access-Webseite hier.

5. AirVPN 

Es mag zwar das am wenigsten benutzerfreundliche VPN sein, aber kein anderes bietet mehr Sicherheitsfunktionen als AirVPN. So sind z.B. DNS-Routing, VPN mit Tor, alternative Ports sowie SSH- und SSL-Tunnelfunktionen enthalten. OpenVPN (mit 256-Verschlüsselung) ist das einzig verfügbare Protokoll. Der äuẞerst sichere Verschlüsselungscode wechselt alle 60 Minuten. Es protokolliert und speichert keinerlei Datenverkehr oder Verbindungsdaten. Eine DNS-Sicherheitsfunktion und ein VPN-Kill-Switch können mittels einer Desktop-App aktiviert werden. AirVPN nutzt gemeinsame IP-Adressen. Die Download-Leistung ist nicht ausgezeichnet, aber immerhin leicht überdurchschnittlich. Es ist bedauernswert, dass sowohl die Webseite als auch die Applikationen nicht intuitiver sind.

Besuchen Sie unsere Seite auch in Zukunft, um die vollständige AirVPN-Bewertung zu lesen.

6. Buffered

Buffered betreibt Server in den Niederlanden und in 36 weiteren Ländern. Nutzer bekommen eine 128-Bit-Verschlüsselung und eine ausgezeichnete Geschwindigkeit für bis zu fünf Geräte gleichzeitig. Voreingestellte Apps sind jedoch nur für Windows und PC vorhanden; mobile Torrent-Nutzer müssen Buffered-VPN-Server mittels (von dritter Seite erhältlichen) OpenVPN-Apps manuell konfigurieren. Eine DNS-Sicherheitsfunktion ist enthalten, jedoch kein Kill-Switch. Aus diesem Grunde empfehlen wir eine IP-Bindung, falls das mit Ihrem Torrent-Client möglich ist. Lesen Sie hier unsere Anleitung dazu, wie man eine IP-Bindung von Torrent-Datenverkehr an ein VPN mittels uTorrent erstellt . Datenübertragungsraten und Datenmengen sind bei Buffered unbegrenzt.

Lesen Sie hier die vollständige Bewertung für Buffered oder nutzen Sie den Vorteil einer 30-tägigen Geld-zurück-Garantie hier.

VPNs, die Sie meiden sollten

Kostenlose VPNs sollten Sie für Torrenting-Zwecke grundsätzlich meiden. Wegen der hohen Datenübertragungsrate, die für Torrenting notwendig ist, verbieten viele kostenlose VPNs P2P-Aktivitäten. Andere sind wiederum nicht sicher genug und viele haben Datenmengenbegrenzungen. Ein guter VPN-Service ist selten kostenlos, insbesondere da VPN-Anbieter nicht einfach nur Software zugänglich machen, sondern kontinuierlich Ressourcen bereitstellen sowie Kunden- und Wartungsdienstleistungen liefern.

TotalVPN, CyberGhost, TunnelBear und HideMe haben einen etwas besseren Ruf, ihre Geschwindigkeits- und Datenlimits sind jedoch alles andere als ideal für Torrenting. TunnelBear und VPNGate (ein Community-VPN-Projekt) verbieten P2P-Filesharing ausdrücklich.

Auch einige kostenpflichtige VPN-Anbieter sind unserer Meinung nach nicht empfehlenswert. Bedenken hegen wir insbesondere gegen PureVPN, VyprVPN, HideMyAss, Overplay und SaferVPN aufgrund ihrer Protokollierungsrichtlinien und gegen IronSocket und BolehVPN aufgrund ihrer Performance.

Hola

Einige skrupellose kostenlose VPN-Anbieter missbrauchen persönliche Nutzerdaten, indem sie sie an Dritte verkaufen. Einer der bekannteste Fälle war Hola, ein kostenloser Anbieter mit Sitz in Israel. Hola verkaufte die Bandbreite seiner Nutzer und wurde auẞerdem dafür kritisiert, nicht offengelegt zu haben, dass die Computer der Nutzer nach der Hola-Installation zu VPN-Endpoints im Netzwerk wurden und der Anbieter selbst keinen eigens zu VPN-Zwecken dienenden Server bereitstellte.

VPNGate

VPNGate ist eine fantastische akademische Initiative aus Japan mit dem Ziel, das Netz für Nutzer aus den Ländern zensurfrei zu machen, in denen die Meinungs- und Redefreiheit unterdrückt werden. Es betreibt ein Netzwerk, das aus weltweiten, von Freiwilligen bereitgestellten VPN-Knotenpunkten besteht. P2P-Filesharing wird von VPNGate jedoch nicht unterstützt, da dies das Netzwerk zu sehr in Beschlag nehmen würde. Auẞerdem speichert es bis zu drei Monate lang Protokolle, um die Verbreitung von Missbrauch und kriminellen Aktivitäten zu verhindern.

IronSocket

IronSocket führt keine Protokolle, allerdings verbietet die Mehrheit seiner Server ausdrücklich P2P-Aktivitäten. Diese Server blockieren alle P2P-Verbindungen. Somit werden Ihre Aktivitäten in gewisser Weise überwacht, obwohl IronSocket keine Protokolle führt.

Lesen Sie hier die vollständige Bewertung für IronSocket.

Rechtliche Fragen

Torrents sind zu einem Synonym für Missbrauch von Urheberrechten und Produktpiraterie geworden, Torrenting-Technologie an sich ist jedoch nicht illegal. Es existieren durchaus legale, regelmäßig genutzte Torrents wie zum Beispiel SXSW und Medien, die der Public Domain zugeordnet sind.

Wenn Sie allerdings ThePirateBay, uTorrent oder KickassTorrents frequentieren, ist es durchaus wahrscheinlich, dass Ihre Downloads illegal sind. Entsprechend können die Behörden Sie wegen eines Rechtsverstoßes belangen. Auch Internetservice-Anbieter und Inhaber von Urheberrechten drohen Ihnen dann möglicherweise mit rechtlichen Konsequenzen. Obwohl es zwar unwahrscheinlich sein mag, dass Sie z.B. von einer Plattenfirma vor Gericht gezerrt werden, so könnte es dennoch sein, dass ein Schadensersatz-Vergleich angestrebt wird.

Im Folgenden finden Sie eine kurzen Überblick der Torrenting-Gesetze einiger Länder:

USA

Das Herunterladen von urheberrechtlich geschütztem Material ist in den USA illegal. Internetservice-Anbieter wenden häufig eine Drei-Verstöße-Regel an, wenn sie Nutzer bei illegalem Torrenting auf die Spur kommen. Das Herunterladen von urheberrechtlich nicht geschütztem Material ist dagegen völlig legal.

Inhaber von Urheberrechten agieren oft mittels sogenannten Copyright Trolls, die IP-Adressen von Torrent-Nutzern registrieren und Briefe versenden, um finanzielle Entschädigungen einzufordern. Sie haben auẞerdem das Recht, im Namen des Urheberrechtsinhabers zu klagen. Da aber eine IP-Adresse in den USA rechtlich gesehen keine Form der Identifikation darstellt, sollten Empfänger eines entsprechenden Schreibens dieses einfach ignorieren.

Kanada

Durch das Urheberrecht-Modernisierungs-Gesetz (Copyright Modernization Act) sind Internetservice-Anbieter seit Januar 2014 aufgefordert, den Verletzern von Urheberrechten in ihren Netzen Benachrichtigungen zuzusenden. Empfängeridentifikationen sind auf den Anbieter-Servern bis zu sechs Monate gespeichert. Inhaber von Urheberrechten können allerdings nur Schadenersatzforderungen von bis zu 5000 $ stellen, was den Aufwand für sie in der Regel nicht rechtfertigt.

Dieses Benachrichtigungssystem soll eher einem “erzieherischen” Effekt als rechtlichen Konsequenzen dienen. Der Anbieter kann jedoch Torrent-Nutzer mit einer Herabsetzung der Datenübertragungsrate bestrafen.

Vereinigtes Königreich

Gröẞere Internetservice-Anbieter müssen Abonnenten laut Gesetz in Form einer Unterlassungsanordnung benachrichten, wenn der Verband der britischen Musikindustrie sie bei illegalem Torrenting ertappt. Der Anbieter hat das Recht, die Datenübertragungsrate zu drosseln und die Verbindung abzubrechen. Anbieter mit weniger als 400.000 Kunden sind diesem Gesetz allerdings nicht unterworfen.

Inhaber von Urheberrechten haben die Möglichkeit, Nutzer auf Schadenersatz zu verklagen – selbst dann, wenn durch das Hoch- und Herunterladen des Materials kein monetärer Gewinn erzielt wird.

Beliebte Torrent-Tracker wie z.B. ThePirateBay sind von den groẞen britischen Internetservice-Anbietern gesperrt; dennoch kann auf sie mittels VPN zugegriffen werden.

Australien

Produktpiraterie ist in Australien zwar eine Straftat, wird aber nur selten rechtlich verfolgt. Es ist allerdings durchaus vorgekommen, dass Inhaber von Urheberrechten Internetservice-Anbieter erfolgreich auf die Herausgabe der Identifikationsdaten von Torrenting-Nutzern verklagt haben. Sie können dann Schadenersatz in Form einer spekulativen Rechnungsstellung fordern. Diese Vorgehensweise ist allerdings selten.

Eine “Drei-Verstöße-Regelung”, bei der der Anbieter den Torrent-Nutzer im Auftrag des Urheberrecht-Inhabers kontaktiert, wurde in diesem Jahr verworfen, da Uneinigkeit bezüglich der Implementierungskosten herrschte.

Einige Torrent-Tracker und andere Seiten mit rechtsverletzendem Inhalt sind von Internetservice-Anbietern auf gerichtliche Anordnung gesperrt worden. Update Dezember 2016: Ein australisches Bundesgericht hat angeordnet, dass Internetservice-Anbieter BitTorrent-Tracker-Seiten wie z.B. ThePirateBay, Torrentz, TorrentHound, IsoHunt und SolarMovie zu sperren haben. Auf sie kann aber nach wie vor mittels aller oben genannten VPNs zugegriffen werden.

Niederlande

Wir erwähnen die Niederlande an dieser Stelle vor allem deswegen, weil das Missverständnis weit verbreitet ist, dass Piraterie von urheberrechtlich geschütztem Material dort legal ist. Seit 2014 ist dies nicht mehr der Fall. Verstöße gegen das Urheberrecht sind in den Niederlanden allerdings lediglich Ordnungswidrigkeiten und keine Straftaten. Sie werden daher nicht rechtlich verfolgt, können aber mit Bußgeldern geahndet werden.

Die Gesetzgebung stellt jedoch klar, dass Bußgelder nicht unverhältnismäßig hoch sein dürfen; Schadenersatzforderungen sind dementsprechend begrenzt. Daher sind rechtliche Schritte vonseiten der Inhaber von Urheberrechten eher unwahrscheinlich, außer vielleicht im Falle von besonders aktiven Torrent-Nutzern.

Deutschland

Das Herunterladen von urheberrechtlich geschütztem Material ohne Erlaubnis ist in Deutschland illegal. Die rechtliche Durchsetzung erfolgt in der Regel durch Anwaltskanzleien, die im Auftrag der Urheberrecht-Inhaber agieren (vgl. auch Urheberrecht-Trolle/Copyright Trolls).Strafgelder sind normalerweise in einer Höhe von bis zu 1000 Euro angesiedelt.

Ähnlich wie in den USA senden Urheberrechts-Trolle Drohbriefe an Torrent-Nutzer, nachdem sie ihre IP-Adresse herausgefunden haben. Wir sind keine Experten für deutsches Recht, aber unserer Meinung nach herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass auf derartige Briefe am besten ähnlich wie in den USA zu reagieren ist: Wenn Ihr Name nicht ausdrücklich genannt wird und das Schreiben nicht direkt von einer Polizeibehörde kommt, sollten Sie es einfach ignorieren und die Verjährungsfrist abwarten.

Es ist zu beachten, dass für Forderungen, die durch Piraterie-Material-Nutzung in ungesicherten WiFi-Netzwerken entstehen, der WiFi-Netzwerk-Besitzer zur Verantwortung gezogen werden kann, selbst wenn dieser über die illegalen Aktivitäten nicht informiert war. Das Strafgeld beträgt in diesem Falle üblicherweise etwa 100 Euro.

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Indien

Online-Piraterie-Gesetze sind in Indien etwas unklar. Eine Reihe von Berichten aus dem Jahre 2016 erweckte den Eindruck, dass schon das Ansehen von bestimmten Webseiten und Torrent-Dateien (also nicht des urheberrechtlich geschützten Inhalts selbst) ausreiche, um Nutzer mit hohen Bußgeldern und sogar Gefängnis zu bestrafen. Das entspricht jedoch nicht der Wahrheit, denn das Gerücht entwickelte sich aus einem schlecht formulierten Warnhinweis von indischen Internetservice-Anbietern, der erschien, wenn Nutzer versuchten, auf gesperrte Seiten zuzugreifen.

Piraterie ist wie überall illegal und kann theoretisch zu Geld- oder Gefängnisstrafen führen. Die Strafverfolgung konzentriert sich in Indien aber eher auf die Weitergabe, d.h. auf den Verkauf und das Schmuggeln von Piraterie-Inhalten, als auf den privaten Gebrauch.

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Piraterie wird von Comparitech weder gebilligt noch unterstützt. Bitte nutzen Sie nur legale Torrents.

Kodi und Popcorn Time

Streaming-Videos von Popcorn Time und Kodi-Add-ons stammen oft aus Torrent-Quellen. Obwohl Sie also mit diesen Tools Dateien nicht direkt von ThePirateBay auf Ihre Hardware herunterladen, so bleiben Sie dennoch rechtlich haftbar für die illegale Nutzung des Inhalts.

NAT Firewalls

Viele VPNs verfügen über integrierte NAT Firewalls, die Verbindungen von Peers in P2P-Netzwerken und andere ungebetene Verbindungen sperren. Das kann das Funktionieren von Torrents, die aus P2P-Netzwerken stammen, beeinträchtigen.

Bei einigen VPNs ist es möglich, die NAT-Firewall in den Einstellungen auszuschalten. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist es ratsam, eine Port-Weiterleitungsfunktion zu nutzen. Dabei handelt es sich üblicherweise um eine manuelle Prozedur, bei der der VPN-Anbieter einen bestimmten Port für P2P-Datenverkehr ausweist. Ihr BitTorrent-Client muss dann entsprechend von Ihnen konfiguriert werden, um den Port nutzen zu können. Ist der Port nicht auf der VPN-Webseite gelistet, dann sollten Sie den Kundenservice kontaktieren.

Wie ein VPN Ihren Datenschutz beim Torrenting sichert

Ein VPN schützt Ihre Daten beim Torrenting auf zweierlei Weise:

Erstens verhindert es, dass Ihr Internetservice-Anbieter und jeder andere in Ihrem lokalen und Anbieter-Netzwerk sieht, dass Sie Torrents nutzen. Da alle Dateien, die Sie mittels BitTorrent herunter- und hochladen, verschlüsselt sind, wenn sie die Anbieter-Server passieren, kann ihr Inhalt nicht identifiziert werden. Es würde für einen Internetservice-Anbieter einen ungeheuren Zeit- und Ressourcen-Aufwand bedeuten, um auch nur den Versuch zu starten, diese Verschlüsselung aufzuheben.

Zweitens verhindert ein VPN, dass Nutzer, die dieselben Dateien wie Sie herunter- und/oder hochladen, Ihre IP-Adresse sehen. BitTorrent ist ein P2P-(Peer-to-Peer-)Protokoll. Das bedeuted, dass jeder, der dieselbe Torrent-Datei nutzt, in einem sogenannten Schwarm (“swarm”) verbunden ist. Jedes Gerät, das mit diesem Schwarm verbunden ist, kann alle anderen IP-Adressen der mit dem Schwarm verbundenen Geräte sehen. Viele BitTorrent-Clients erlauben es Ihnen sogar, eine Liste der anderen Geräte, mit denen Sie verbunden sind, zu sehen, während diese Geräte herunterladen (Leeching) und hochladen (Seeding).

Ohne ein VPN kann Ihre tatsächliche IP-Adresse dazu genutzt werden, Ihren ungefähren Standort und Ihren Internetservice-Anbieter zu bestimmen. Auf diesem Wege sind Urheberrechts-Trolle in der Lage, Torrent-Nutzer aufzuspüren und Ihnen Drohbriefe zu senden. (Lesen Sie in unserem Torrenting-Sicherheits- und Rechts-Leitfaden, wie man auf derartige Briefe reagieren sollte.)

Ein VPN maskiert Ihre IP-Adresse, sodass andere Schwarmteilnehmer lediglich die IP-Adresse des VPN-Servers sehen können. VPN-Anbieter nutzen üblicherweise gemeinsame IP-Adressen, was bedeutet, dass Dutzende oder sogar Hunderte von Nutzern derselben IP-Adresse zugeordnet sind. Dieser groẞe Nutzerpool macht es so gut wie unmöglich, eine Torrenting-Aktivität einer bestimmten Person zuordnen zu können. Wenn Sie darüber hinaus ein VPN nutzen, das keine Protokollierung anwendet, dann hat das VPN auch keinerlei Nutzerinformationen über Sie, die im Falle einer behördlichen Untersuchung oder einer Zahlungsaufforderung eines Urhebers übergeben werden könnten.

Die Maskierung Ihrer IP-Adresse schützt Sie zudem vor Hackern, die diese als eine Hintertür zu Ihrem System nutzen, um Ihre persönlichen Informationen herauszufinden und Sie eventuell sogar zu Hause zu belästigen. Ihre IP-Adresse ist vergleichbar mit Ihrer Wohnadresse, nur eben für Ihren Computer. Jeder, der sie kennt, kann auch herausfinden, wo Sie sich befinden.

Meiden Sie Malware

Torrent-Webseiten und Torrents selbst sind Tummelplätze für Malware. Da Torrents von der Community hochgeladen werden, bleiben sie oft bezüglich Virus- und Malware-Befall ungetestet. Jedes Mal, wenn Sie eine Torrent-Datei herunterladen, sollten Sie sie mittels einer guten, aktuellen Software scannen. Wenn die Webseite, von der Sie herunterladen, eine Kommentarmöglichkeit bietet, dann haben andere Nutzer dort eventuell bereits eine Gefahrenwarnung hinterlassen. Das ist insbesondere empfehlenswert für Software und Videospiele, die eine groẞe Zahl von Dateien enthalten und somit viele Möglichkeiten bieten, Malware zu verstecken.

Lesen Sie dazu auch unsere Bewertung, um die beste Anti-Virus-Software für Ihre Zwecke zu finden.

Port-Weiterleitung (Port Forwarding)

Port-Weiterleitung ist ein permanentes Thema unter Torrent-Nutzern. Einige sind der Meinung, dass sie die Download-Geschwindigkeit verbessert, da sie dem Torrent-Client erlaubt, mit mehr Peers in Verbindung zu treten. Andere sind dagegen der Meinung, dass sie unnötig ist, und bei der Nutzung von VPNs Torrenting nur erschwert und sogar den Datenschutz verschlechtert.

Letzteres ist der Fall, weil Port-Weiterleitungen einem einzelnen Nutzer einfacher zuzuordnen sind als andere Aktivitäten von Nutzern, bei denen dieselbe VPN-IP-Adresse geteilt und auf dieselben Ports zugegriffen wird.

Die meisten kommerziellen VPN-Clients unterstützen keine Port-Weiterleitung und funktionieren auch gut ohne sie. Im Falle eines solchen VPN-Clients sollten Sie weitergeleitete Ports in Ihren Torrent-Client-Einstellungen eingeben. Port-Weiterleitung in einem VPN macht Port-Weiterleitungen in Ihrem Router überflüssig. Es könnte aber sein, dass Sie NAT-PMP und/oder uPNP-Mapping im Torrent-Client sperren müssen.

 

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